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Backup haben wir. Aber weißt du ob es im Ernstfall trägt

Backup haben wir. Aber weißt du ob es im Ernstfall trägt?

Irgendwann stellt jemand die Frage.
Nicht bei einem Ausfall.
Nicht in der Krise.

Einfach so, in einem normalen Gespräch:
Wann habt ihr euer Backup zuletzt wirklich getestet?

Gute Frage, sagt jemand. Und meint damit „keine Ahnung.“

Nicht weil niemand aufgepasst hat. Sondern weil die Frage so nie gestellt wurde. Das Backup lief. Die Statusmeldung war grün. Es gab keinen Anlass.

Backup haben wir.“ — Einer der am wenigsten geprüften Sätze im Mittelstand.

Wer nicht weiß ob sein Backup trägt, hat keine Absicherung. Er hat einen beruhigenden Satz.

Backup bedeutet dass Daten kopiert werden. Nicht dass sie wiederherstellbar sind.

Das ist kein Wortspiel. Es ist der Unterschied zwischen einem grünen Statussymbol und der Gewissheit dass der Betrieb im Ernstfall wiederhergestellt werden kann. Vollständig. In akzeptabler Zeit. Von jemandem der weiß was zu tun ist.

Ein Backup das nie getestet wurde ist keine Absicherung. Es ist eine Annahme.

Eine Annahme kann richtig sein. Sie kann falsch sein. Solange sie nicht geprüft wird, weiß niemand welches von beidem zutrifft.

Im Ernstfall ist das der falsche Moment um das herauszufinden.

Vier Fragen die zeigen ob ein
Backup im Ernstfall trägt.

Wer alle vier sofort beantworten kann, weiß wo er steht. Wer stockt, weiß es jetzt auch.

(01) Wann wurde die letzte vollständige Wiederherstellung getestet?

Nicht die letzte Sicherung. Die letzte Wiederherstellung. Vollständig, unter realen Bedingungen, mit dem Ergebnis dass alle kritischen Systeme wieder liefen. Wer keine konkrete Antwort hat, hat keine getestete Absicherung.

(02) Wie lange hat sie gedauert?

Wiederherstellungszeit ist keine technische Kennzahl. Sie ist eine unternehmerische. Wer nicht weiß wie lange seine Systeme im Ernstfall ausfallen würden, kann nicht entscheiden was das kostet.

(03) Wer stellt die Systeme wieder her wenn der übliche Ansprechpartner nicht erreichbar ist?

Im Ernstfall ist selten alles verfügbar was normalerweise verfügbar ist. Wenn die Antwort unklar ist, ist die Absicherung personenabhängig. Personenabhängigkeit ist kein Backup-Konzept.

(04) Welche Systeme haben Priorität und in welcher Reihenfolge werden sie wiederhergestellt?

Wer keine Prioritätenliste hat, stellt im Ernstfall alles gleichzeitig her. Oder das Falsche zuerst.

Warum das Testen unsichtbar bleibt.

Solange Backups laufen, gibt es keinen Anlass sie zu testen. Statusmeldungen sind grün. Der Dienstleister hat nichts gemeldet. Es ist nie etwas passiert.

Dazu kommt dass ein Test zeigen könnte dass etwas nicht funktioniert. Solange niemand testet, muss niemand damit umgehen.

Das ist kein Vorwurf. Das ist eine strukturelle Realität in fast jedem Unternehmen das sich auf sein Kerngeschäft konzentriert hat statt auf seine IT.

Der Ernstfall testet. Die Frage ist nur ob man vorher getestet hat oder ob der Ernstfall der erste Test ist.

Wer die vier Fragen beantworten kann,
weiß wo er steht.

Wer stockt — das ist kein Versagen. Das ist der Normalzustand. Und er lässt sich ändern. Nicht durch ein neues System. Durch einen ehrlichen Blick auf das was vorhanden ist.

Wenn du gerade beim Lesen das Gefühl hattest „Ich weiß ehrlich gesagt nicht ob unser Backup im Ernstfall trägt“ — dann ist das der Moment. Der IT-Risiko- & Zukunftsreport bewertet genau das: Wiederherstellungsfähigkeit, Abhängigkeiten, Prioritäten. Schriftlich. Unabhängig. Nicht als Technikbericht — als Entscheidungsgrundlage.

→ Zum IT-Risiko- & Zukunftsreport

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